Das religiöse Kulturerbe:
Die kirchlichen areale, Bauten und Räume sind ein besonderes Allgemeingut.
Unsere Aufgabe ist es, diese ANlagen zu verstehen.
Sie sind auch Teil der Zukunft.
Kloster Kappel am Albis
«Transformation durch Tradition – für eine tragende Kloster-Zukunft.»
Neue Perspektiven für alte Mauern
In der Schweiz gibt es etwa 120 aktive Klöster. Die Schweizerische Denkmalstatistik zählt ca. 7240 geschützte Sakralgebäude. Jedes zehnte Denkmal geschützte Gebäude der Schweiz ist ein sakraler Ort. Über ihren räumlichen Zusammenhang, der aus Kirchenraum, Pfarrhaus, Wirtschaftsgebäuden und weiteren Innen- und Aussenräumen besteht, wird bisher keine Statistik geführt. Diese prägen jedoch die Landschaft bis heute. Ihre Zukunft ist ungewiss: Sinkende Mitgliederzahlen bei den öffentlich-rechtlich anerkannten grossen Konfessionen (reformiert und römisch-katholisch), Unternutzung und Leerstände rufen nach neuen, ursprungsnahen Nutzungen.
Diese markante „Infrastruktur für Sinn und Gemeinschaft“ der Schweiz, der kulturelle Schatz, den diese Gebäude bewahren, und Jahrhunderte altes Wissen sind bedroht.
Religiöses Kulturerbe sicherstellen
Bauten in Verbindung mit den Raum prägenden Konfessionen sind auf die ganze Bevölkerung ausgerichtet. Das lässt sich sehr einfach an der Sichtbarkeit, Omnipräsenz und Grösse der Anlagen, Gebäude und Räume ablesen. Als Infrastruktur in der Krise können sie verstanden und entwickelt werden. Der Verein Kloster-Leben bringt Religionswissen, Ökonomie und Raumplanung ins Gespräch: Theologie erschliesst den Kern und die Geschichte eines Ortes, Raumplanung bringt den Ort in seinem Kontext zur Geltung und die Ökonomie sorgt dafür, dass sich Nutzungen tragen. Gegenwärtig engagiert sich der Verein zusammen mit der Fachhochschule Graubünden, der Theologischen Hochschule Chur und Wirtschaftspartnern im Forschungsprojekt MONA: Ein Klosteratlas kartiert die Schweizer Sakrallandschaft und ein Prozessmodell erschliesst Grundlagen zur Entwicklung dieser besonderen Anlagen.
Klosterlandschaft
Klöster sind intergenerationelle Gemeinschaften, die aus einer gemeinsamen Mitte und mit Ausstrahlung, einem sozialen Anliegen und oft auch ökologischer Kreislaufwirtschaft gesellschaftliche Avantgare waren und heute als historische Ankerpunkte für zukunftsfähige Gesellschaftsentwicklung auf sich aufmerksam machen.
Spenden
Unterstützen Sie den Verein Kloster-Leben mit einer Spende oder einem Legat. Beträge ab CHF 100.– können Sie von den Steuern abziehen. Sie erhalten am Ende des folgenden Jahres automatisch eine Spendenbescheinigung: CH16 0078 7785 7085 0467 3. Zuger Kantonalbank. Herzlichen Dank!

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Projekte
Forschungsprojekt Innosuisse
Der Verein Kloster-Leben erforscht und dokumentiert gemeinsam mit der Fachhochschule Graubünden, der Theologischen Hochschule Chur und Wirtschaftspartnern die Geschichte, den Zustand und die Entwicklungsmöglichkeiten von Schweizer Klöstern. Das mehrjährige Projekt wird von der «Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse» unterstützt.
Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Prekarität von Sakralanlagen, Bauten und Räumen zu erforschen und Not- sowie ausschliesslich wirtschaftsgetriebenen Ausverkäufen mit interdisziplinären Ansätzen und Konzepten zu begegnen. Die Erfahrungen zeigen, dass die Aufsplittung der sakralen Strukturen ohne umfassende Untersuchung der Klosterlandschaft kaum aufzuhalten ist.
Für den Verein Kloster-Leben ist es ein zivilisatorischer Auftrag, den Schatz des religiösen, historischen und kulturellen Erbes so weit wie möglich und sinnvoll zu erhalten. Dazu muss er die kulturellen und religiösen Kraftfelder der Klöster und die Erwartungshaltung an mögliche Nutzung aufzeigen. Nur so können für die verschiedenen Orte tragfähige Lösungen gefunden werden.
Das dreijährige Forschungsprogramm MONA
Sakrallandschaft erforschen, kartieren, der sinnvollen Entwicklung zugänglich machen
Forschungsprojekt MONA
Das Projekt MONA (Monastery Landscape Switzerland) wird von Christine Seidler, Professorin für urbane Entwicklung, Raumplanung und Siedlungsökonomie an der Fachhochschule Graubünden (FHGR) geleitet. Die Forschungsleitung hat Dr. Heiko Rölke, Professor am Institut für Datenanalyse, Visualisierung und Simulation (DAViS) inne.
Das Ziel von «MONA» ist, eine Klosteratlas und ein KI-Prozessmodell zu entwickeln, das Entscheidungshilfen für Personen bereitstellt, die sich mit zukunftsweisenden Transformationen sakraler Areale in der Schweiz beschäftigen.
Grafik-Prozessmodell
Mit MONA werden die Bestände der Sakrallandschaft Schweiz zum ersten Mal ganzheitlich und unter Berücksichtigung der drei Aspekte Theologie, Ökonomie und Raumplanung erfasst. Darauf aufbauend werden Daten- und Prozessmodelle (KI) für zukunftsfähige Transformationen und Nachnutzungen entwickelt.
Inhaltlich wird MONA vom Verein Kloster-Leben, der Katholischen Kirche Zug, der Komturei Tobel und der Stiftung Abendrot begleitet und unterstützt. Der Verein Kloster-Leben arbeitet in zwei Bereichen an MONA.
- Beiträge zum digitalen Klosteratlas, mit dem die Klosterlandschaft der Schweiz in ihrem räumlichen, historischen, funktionalen und gesellschaftlichen Kontext erfasst und dargestellt wird.
- Parallel zur Entwicklung des KI-Prozessmodells MONA erfolgt die Umsetzung (Transformation) einzelner Reallabore. Die Ergebnisse werden laufend in MONA eingespeist, stetig überprüft und validiert.
Die Machbarkeits-Studie für eine Plattform/Fachstelle finden Sie im Jahresbericht 2020.
Publikationen, Fachartikel und Vorträge
Mehrere Mitglieder des Vereins Kloster-Leben haben über die Schweizer Klosterlandschaft geforscht, Fachartikel geschrieben und Vorträge gehalten. Auf dieser Seite finden Sie die entsprechenden Dokumente und Links.
Forschung
- Masterarbeit «Klosterlandschaft Innerschweiz – was die Schweiz im Innersten zusammenhält», Susanna Etter (2019)
- «Das gefährdete Potenzial einer Kulturlandschaft. Interdisziplinäre Grundlagenforschung und Gestaltung der Klosterlandschaft Schweiz». Aufsatz von Susanna Etter, Regula Grünenfelder und Christine Seidler im NIKE-Bulletin (2023)
Vorträge
- Susanne Etter: «Klosterlandschaft Schweiz: Problem – Ziel – Weg zum Ziel». (2020 01)
- Susanna Etter/Regula Grünenfelder: «Vortrag am Kolloquium Fribourg.» (2023 03)
- Regula Grünenfelder: «Zukunft der Klöster», Universität Luzern (2023 08)
Praxis
Verschiedene Mitglieder des Vereins Kloster-Leben haben erfolgreich an der Umnutzung sakraler Bauten mitgearbeitet. Auf dieser Seite finden Sie die Links zu den entsprechenden Projekten.
Kloster Wesemlin, Luzern
Projektleitung Planung Neubau Francesco inkl. Finanzierung und Vermietung, zusätzlich organisatorische und strukturelle Anpassungen im engeren und weiteren Umfeld des Kapuzinerklosters (2011-2023).
Kloster Rickenbach, Luzern
Projektleitung Auflösung Kloster Arenberger Dominikanerinnen und Transformation des Klosters (Umwidmung) in ein Zentrum für demenzkranke Menschen (2018-2020).
Chorherrenstift St. Michael, Beromünster
Vorstudie, Evaluierung Nutzungskonzepte mit abschliessendem Businessplan (2016-2018)
Verein
Der Verein Kloster-Leben ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz im Kanton Luzern. Im Verein engagieren sich Fachpersonen aus Architektur, Beratung, Fundraising, Kommunikation, Orden, Organisationsentwicklung, Raumplanung, Theologie und Zusammenleben für eine interdisziplinäre Erforschung und Entwicklung der Klosterlandschaft Schweiz.
Entstehung
Am Pfingstsamstag 2019 trafen sich im Kloster Einsiedeln 50 Personen zur Tagung «Klosterlandschaft weiterdenken». Sie sprachen sich für eine Plattform zur Erforschung der Klosterlandschaft mit Bewusstseinsbildung, Kommunikation und Unterstützung aus. Seit Januar 2020 untersucht der Verein «Kloster-Leben» Möglichkeiten und Notwendigkeiten.
Ziele
Der Verein engagiert sich unter Berücksichtigung der drei Pfeiler «Ökonomie», «Raumplanung» und «Theologie» für Forschung und Entwicklung der Klosterlandschaft, neu: der Sakrallandschaft Schweiz.
Theologie–Raumplanung–Ökonomie
Vorstand
Urs L. Steger, Licentiatus rerum politicarum, Luzern. Präsident
Susanna Etter, MSc ETH Umwelt-Naturwissenschaften & MAS ETH Raumplanung, Bern
Regula Grünenfelder, Dr. Theol., Zug
Mitgliedschaft
Möchten Sie die Ziele des Vereins Kloster-Leben unterstützen? Wir freuen uns auf neue Mitglieder! Schreiben Sie uns ein E-Mail mit einem Motivationsschreiben und den Kompetenzen, die Sie dem Verein zur Verfügung stellen wollen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.
Gönnerschaft
Sie können das Entwicklungsprogramm und den Klosteratlas auf verschiedene Arten unterstützen.
Spende bis CHF 5’000
Kategorie: Spenderin/Spender
Merits:
– Jährlicher Newsletter: Informationen zu MONA und Vereinstätigkeiten
– Spendenbescheinigung
Spende ab CHF 5ʼ000
Kategorie: Gönnerin/Gönner
Merits
– Lebenslange Mitgliedschaft im Verein Kloster-Leben
– Informationen zu MONA
– Einladung zur Mitgliederversammlung und zu Spezialveranstaltungen
– Spendenbescheinigung
Spende ab CHF 10ʼ000
Kategorie: Mäzenin/Mäzen
Merits
– Lebenslange Mitgliedschaft im Verein Kloster-Leben
– Informationen zu MONA
– Einladung zur Mitgliederversammlung
– Einladungen zu besonderen Veranstaltungen
– Erwähnung in Dokumentationen und im Klosteratlas
– Spendenbescheinigung
Downloads
Statuten
Jahresbericht 22/23
Jahresbericht 21
Jahresbericht 20
Jahresbericht 19
Komturei Tobel
Verein Kloster-Leben
Urs L. Steger, Präsident
c/o KÜSTE AG
Konto
CH16 0078 7785 7085 0467 3
Zuger Kantonalbank
Alte Mauern. Neu gedacht.